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Nachbericht zum Biertasting

Um 20:30 (kleinkindväterfreundliche Zeit) ging die heißersehnte Bierverkostung los. Mit einer Begrüßung hieß der derzeitige Präsident Michael Klos die über 40 Teilnehmer herzlich willkommen und erläuterte kurz die Struktur und Inhalte von Round Table und berichtete vor allem über das lokale Serviceprojekt, das Haus Marienthal in Schweinfurt. Dafür fand dieses Biertasting ja schließlich statt!

Markus Braun, der äußerst sympathische und überaus kundige Bierverkoster und –kenner,  öffnete gleich das erste oberfränkische Bier, das Breitenlesauer Helles von Krug Bräu. Süffig, malzig süß und äußerst bekömmlich mit einer dichten Schaumkrone. Aus dem Frankenwald wurde daraufhin das Förster Pils von Gampertbräu verkostet.  Eine ordentliche Perlung mit dem bekannten herben Pilsgeschmack  und ein hopfiger, fast zitroniger Geruch in der Nase erfreute nicht nur Pils-Freunde. Anschließend wurde als Gegengewicht ein Weizenbier, welches eine lange und exklusive, weil unter königlichem Patent und früher äußerst reglementiert gebraut, das obergärige Helle Weiße der Brauerei Hopf aus Oberbayern kredenzt. Fruchtig-zitronig mit doch kräftigen Getreidenoten im Abgang.  Im Anschluss kam eine wahre mittelfränkische Spezialität, die für manche eine echte Neuentdeckung war: das Veldensteiner Rotbier  von der Brauerei  Kaiser. Besondere Malze geben ihm den rötlichen Körper und eine großartige Vollmundigkeit, dabei bleibt es  trotzdem schlank und frisch.  Zum Abschluß  noch zwei „kleine“ Biere aus der Maisel Brauerei: das Pale Ale und das Indian Pale Ale. Das Pale Ale erfreute – einem flüssigen Sorbet gleich – mit einer erfrischenden Fruchtigkeit. Die große Geschmacksvielfalt kommt von der kreativen Mischung verschiedener Hopfensorten – u.a. dem Hallertauer Herkuleshopfen. Deutlich mehr Hopfenbittere bot das Indian Pale Ale und blieb dabei trotzdem unglaublich fruchtig und süffig. Puh – wer alle Biere verkostet hatte, hatte sich die baldige Nachtruhe hart verdient.  Bis nach Mitternacht dehnte sich die anschließende lockere Diskussionsrunde aus, die Teilnehmer klinkten sich nach und nach bierselig aus, bis die Letzten das digitale Licht ausdrehten. Ein sehr gelungener Abend.

Unser Dank gilt allen Teilnehmern, die mit Freude und Interesse teilgenommen haben. Fast 1000 Euro kamen durch Eure  Teilnahme für das Haus Marienthal zusammen. Chapeau!

Empfehlungen und Tipps, die während der Verkostung und der regen Diskussion aus dem Kreise der Teilnehmer geteilt wurden:

-> rund um das Thema „Rotbier“, dem typisch mittefränkischen einzigartigen Bier:  Veldensteiner  Rotbier konnte sehr punkten; sehr empfohlen wird auch Schanzenbräu Rotbier; gut trinkbar ist auch Tucher Rotbier, Pyraser Rotbier und Hausbrauerei Altstadthof Rotbier; als weitere Ausführungen gibt es auch ein alkoholfreies Rotbier von Schanzbräu und von Veldensteiner gibt es auch ein gut trinkbares alkoholfreies Rotbier

-> rund um das Thema „Landbiere“: der Laden Landbierparadies in Nürnberg führt eine Vielzahl von Bieren kleiner fränkischer Brauereien; dazu gehören auch 3 gute Wirtshäuser mit Biergarten im Nürnberger Stadtgebiet; weitere Tipp eines Landbieres aus Unterfranken: Wolf-Bier „Helles“ (Kauzen Bräu)

-> rund um das Thema „Weizen“: sehr ans Herz gelegt wurde Guttmann Dunkel, Hopf White Eisweißbier, Weizen der Brauerei Roppelt in Stiebarlimbach (bei dieser Brauerei mit einem sehr schönen Bierkeller gibt es auch sehr gute Schäufele)

-> zum Thema „mittelfränkische Bierkeller“:  Roppelt in Stiebarlimbach und in Laufnähe Brauhaus am Kreuzberg (Hallerndorf-Schnaid) , dann noch Brauerei-Gasthof Kundmüller mit Weiherer Biere (Viereth-Trunstadt)

-> zum Thema „alkoholfreie Biere“:  Krautheimer, Faus Weißbier, Tannenzäpfle (aus Baden!), Stox Bräu, Brauerei Weller